FAQ: oft gestellte Fragen und deren Antworten

Empfehlungen und Aussichten für die Zucht

 

Welches ist der richtige Untersuchungszeitpunkt ?

Das beste Untersuchungsalter für Katzen ist das 6. oder 7. Lebensjahr, da nach den bekannten Daten, eine HCM bis dahin phänotypisch (am Herzen) im Ultraschall sichtbar wäre.

Aber das geht aus praktischen Gründen nicht.

Wann und wie oft soll ich meine Katze untersuchen lassen?

Auf der Basis der Gesetzeslage (z.B. §11 b des TierSchGes.) kann man folgende Empfehlung geben:

Die Untersuchung sollte bei jedem Tier vor dem ersten Zuchteinsatz, unabhängig vom Alter durchgeführt werden. Tiere betroffener Rassen bei denen erbliche Erkrankungen gehäuft vorkommen Ein muss geht aus dem Gesetz, um der Sorgfaltspflicht Rechung zu tragen.

Zuchtkatzen auffälliger Rassen sollten ab dem 2. Lebensjahr untersucht werden.

Bei ständigem Zuchteinsatz mit jährlicher Wiederholung insbesondere bei Katern.

Generell:

Untersuchung Kater: ab 1. Lebensjahr
Untersuchung Katze: ab 2. Lebensjahr
Wenn vorher kein Zuchteinsatz

Danach jährliche Untersuchung bis zum 6.-7 Lebensjahr

Bei Auffälligkeiten innerhalb eines Kennels oder Zuchtlinie: sollten auch kastrierte oder als Liebhabertiere verkaufte Katzen untersucht werden, um die Merkmalsträger der HCM durch Stammbaumanalyse zu erkennen.

 

Was sagt derGentest aus?

Wichtig:

Die von Laboren angebotenen Gentests (z. B. auf MYBPC3 Gen A31P; MYBPC3 Gen A74T) sind für Maine Coon sowie für alle anderen Katzen in Eurpa nicht tauglich. Die Mutationen kommen bei ca. 30% der Katzen vor, aber es gibt keinen Beweis, daß diese Mutationen für HCM verantwortlich sind.

 

Wie sicher ist der Ultraschall?

Das Ergebnis der Ultraschalluntersuchung muss in Abhängigkeit vom Alter der Katze interpretiert werden. Bei einer einjährigen Katze sagt ein negatives Ergebnis im Ultraschall aus, das die Katze zu diesem Zeitpunkt keinen Hinweis auf HCM hat. Nachuntersuchungen sind erforderlich (s.o.). Eine 7 jährige Maine Coon mit negativem Ergebnis im Ultraschall ist mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht von der HCM betroffen. Ein positives Schallergebnis bei einer Katze, in deren Rasse die HCM vermehrt auftritt, ist sicherlich ein triftiger Grund nicht mit der Katze zu züchten.

Wichtig:

regelmäßige Schallkontrollen zwischen dem 2.-7. Lebensjahr

 

Gibt auch andere Vererbungsformen der HCM ?

  • Neumutationen
  • Rezessiver Erbgang

Es ist immer möglich, das eine Katze in der Embryonalentwicklung eine spontane Neumutation eines Gens entwickelt, die letztendlich zur HCM führt. Diese sind allerdings wie auch bei anderen Erkrankungen sehr selten und bei Katzenrassen bei denen die HCM als autosomal dominante Erkrankung bekannt ist, sollte diese Variante vernachlässigt werden.

Anmerkung:

Es gibt zur Zeit keinen Nachweis eines rezessiven Erbganges bei der Katze. Zudem ist die Häufigkeit des Auftretens der HCM bei Rassekatzen durch Spontanmutationen nicht zu erklären.

Zudem zeigen die Ergebnisse, dass Catteries die seit 2006 regelmäßig schallen und kranke Tiere aus der Zuchtnehmen, quasi frei von dieser Erkranung sind.

 

Plötzlicher Herztod bei Kitten was tun bei betroffenen Rassen?

Die plötzlichen Todesfälle bei Kitten werden regelmäßig berichtet und führen sofort zu einer starken Verunsicherung, da von verantwortungsvollen Katzenzüchtern oder –haltern i.d.R. zwangsläufig eine HCM als Todesursache vermutet wird.
Rat: eine pathologische Untersuchung des Herzens mit histologischem Nachweis der typischen Veränderungen der HCM durch einen Spezialisten auf diesem Gebiet sollte durchgeführt werden.
Danach sollten alle Geschwister und Verwandte untersucht und die Resultate der Herzuntersuchungen verglichen werden.

 

HCM bei Nachkommen aus HCM negativer Verpaarung
(Diagnose basiert auf Ultraschallergebnissen? (z.B. BKH)

Wie ist das zu erklären ?

Mögliche Antworten:

  1. Eltern sind HCM-Träger,  waren aber zum Zeitpunkt der letzten Untersuchung ohne sichtbare Hypertrophie (schwache genetische Expression, oder einfach zu jung untersucht !).
  2. Nachkomme hat andere Ursache der Hypertrophie (Aortenstenose, Schilddrüsenüberfunktion, Bluthochdruck, etc.)
  3. Ergebnis der Ultraschalluntersuchung ist falsch
  4. Eltern nicht die waren Eltern (Problem der Identität)
    (mehrere Deckkater im Kennel, Überwachung der Deckung lückenhaft, etc.