AKM: Arrhythmogene Kardiomyopathie

Bestehen Erkrankungen, die Veränderungen im EKG aufweisen, die auf eine Schädigung der Herzmuskulatur hindeuten, kann man diese als AKM bezeichnen.

Typisch ist, dass die Auswurffraktion der linken Herzkammer nicht verändert ist. Während manche Hunde eine DKM entwickeln, bleiben andere dahingehend unauffällig. AKM ist besonders häufig bei Boxern zu finden. Da die Ektopien häufig aus dem rechten Herzen kommen nennt man sie ARVC (arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie). Histologisch entspricht sie dem „ fatty infiltrated type-cardiomyopathy“. Die ARVC beschreibt die angenommene Ursache der Krankheit im rechten Herzen. Auch beim Dobermann kommt es zu Verlaufsformen, bei denen eine klassische klinische dilatative Kardiomyopathie nicht entsteht. Viele Hunde versterben in der okkulten Phase wegen der Rhythmusstörungen am plötzlichen Herztod. Ein anderes Beispiel sind die Irish Wolfhound (oder andere Großrassen). Sie haben eine Neigung zu isoliertem Vorhofflimmern, ohne das die linke Kammer dilatiert.

Letztendlich ist es eine Frage der Definition, zu welcher DKM Form man die jeweilige Erkrankung bei einem Hund rechnet. Weitere histologische Untersuchungen würden helfen die verschiedenen Formen besser zu verstehen.