24 Stunden EKG (Holter)

Dobermann mit den aufgeklebten Elektroden des Holters
Dobermann mit Brustelektrode
Mischling mit angelegtem Holter, fertig nach Hause zu gehen

Mit dem 24 Stunden EKG werden mittels eines kleinen Recorders, den der Hund 24 bis 48 Stunden auf dem Rücken trägt, die Herzaktionen permanent aufgezeichnet.

Viele Patienten werden mit dem Problem vorgestellt, dass sie Ohnmachtsanfälle so genannte „Synkopen“ zeigen, diese werden regelmäßig durch Rhythmusstörungen am Herzen verursacht. Da diese Rhythmusstörungen aber nicht zu jeder Zeit vorhanden sind, ist es in der Tierarztpraxis oft nicht möglich, diese mit dem normalen EKG nachzuweisen. Deshalb nutzen wir diese Langzeit-EKG Technik.

Ein Hund mit einer durchschnittlichen Herzfrequenz hat ca.140.000 Herzschläge in 24 Stunden!

Mit einem Computer werten wir diese vielen Herzschläge aus und können so vorhandene Rhythmusstörungen sicher nachweisen.

Das 24 Stunden EKG ist eine relativ neue Technologie in der Tiermedizin und ideal für Patienten geeignet, die episodische Schwächezustände zeigen.

Da der Rekorder sehr klein ist und für den Hund leicht zu tragen, besteht die Möglichkeit den Herzrhythmus auch bei sportlichen Aktivitäten zu tragen. So kann man Schwächesymptome aufklären, die z.B. nur bei Anstrengung auf dem Hundeplatz auftreten.

Besonders wichtig ist das Holter-EKG zur Diagnostik der subklinischen (okkulten) dilatativen Kardiomyopathie (DKM) des Dobermanns. Für den Dobermann haben wir ein Untersuchungsprogramm mitentwickelt, um die Gefahr des plötzlichen Herztodes sicher erfassen zu können.