Collie-Augen-Anomalie (CEA)

Abbildung 81A

Die Collie-Augen-Anomalie (CEA) bezeichnet einen Überbegriff für eine Reihe von Entwicklungsstörungen. Es handelt sich hierbei um zum Zeitpunkt der Geburt schon vorhandene (kongenitale), nicht fortschreitende Augenerkrankungen. Sie sind beim Collie weit verbreitet, können aber weniger häufig auch beim Sheltie, Deutschen Schäferhund, Bearded Collie oder Border Collie auftreten. Die Veränderungen des hinteren Augenabschnitts erkrankter Hunde können ein- oder beidseitig ausgeprägt sein, müssen in letzterem Fall aber nicht symmetrisch ausgebildet sein.

Eine Therapie der CEA ist nicht bekannt. Betroffene Hunde sollten in jedem Falle aus der Zucht ausgeschlossen werden. Aufgrund der frühen Vorsorgeuntersuchung im Alter von 6 – 7 Wochen kann die Erkrankung schon bei sehr jungen Welpen festgestellt werden. Dadurch stehen dem Züchter bereits schnell wichtige Informationen über die genetischen Eigenschaften der Elterntiere zur Verfügung, so dass von einer weiteren Verpaarung der entsprechenden Tiere abgesehen werden kann.