Erkrankungen der Linse

Abbildung 54
Abbildung 55

Die unter physiologischen Umständen transparente Linse hat eine bikonvexe Form, d.h. sowohl Linsenvorder- als auch –rückseite sind vorgewölbt. Sie hat einen Durchmesser von 9-12 mm und ist 6-8 mm dick. Die Linse besteht zu 65 % aus Wasser und weißt mit 35 % den höchsten Eiweißgehalt aller Körpergewebe auf.

Umgeben ist die Linse mit ihrem Linsenkern und der Linsenrinde von einer Kapsel. Diese ist an ihrer Vorderseite ca. zwanzigmal dicker und wesentlich stabiler als an ihrer Rückseite.

Befestigt ist die Linse im Auge über entlang des Linsenäquators inserierende Fäden (Zonulafasern, Zonula ciliares) an einem ringförmigen Muskel, dem sogenannten Ziliarmuskel (M. ciliaris). Bei Erschlaffen des Ringmuskels werden die Fasern gespannt, so dass die Linse flacher wird und das Auge auf Fernsicht eingestellt ist. Bei Kontraktion des M. ciliaris rundet sich die Linse ab und wird somit dicker, so dass nah gelegene Objekte scharf auf der Netzhaut abgebildet werden. Aufgrund eines im Vergleich zum Menschen relativ schwach ausgebildeten Ziliarmuskels sowie einer eher rigiden Linse ist das Akkomodationsvermögen von Hund und Katze geringer als das des Menschen.

Abb.54 zeigt eine aus dem Auge entfernte Linse, wohingegen Abb.55 den schematischen Aufbau der Linse erläutert.

  1. hintere Linsenkapsel
  2. adulter Linsenkern
  3. embryonaler Linsenkern
  4. fetaler Linsenkern
  5. Linsenrinde
  6. Linsenepithel
  7. vordere Linsenkapsel

 

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