Persistierende Pupillarmembran / Membrana pupillaris persistens

Abbildung 19
Abbildung 19A
Abbildung 19B

Als persistierende Pupillarmembran werden fadenartige oder flächigere Reste der embryonalen Gefäßversorgung von Regenbogenhaut (Iris) und Linse bezeichnet, die sich normalerweise zwischen der 2.-4. Lebenswoche vollständig zurückgebildet haben sollten (Abb.19).

Die Gefäßreste können sich mit oder ohne Überquerung der Pupillaröffnung von Iris zu Iris aufspannen oder zwischen Iris und vorderer Linsenkapsel verlaufen. Verbinden die Gefäßrudimente Iris und Hornhautendothel miteinander werden diese als Membrana pupillaris persistens adhaerens bezeichnet. In diesem Fall kann es zu einer grau-weißlichen Trübung oder Pigmentierung der Innenseite der Hornhaut mit einem je nach Ausdehnung der Anheftungsbezirke lokalen oder weitläufigerem (diffusen) Hornhautödem des darüber gelegenen Hornhautgewebes kommen.

Eine Therapie der persistierenden Pupillarmembran ist nicht notwendig.