Glaukom (Grüner Star): pathologische Erhöhung des Augeninnendrucks

Abbildung 50
Abbildung 51
Abbildung 52

Ein Glaukom bezeichnet eine pathologische Erhöhung des Augeninnendrucks mit dadurch bedingter Schädigung der Organstrukturen des Auges (Abb.50).

Es gilt prinzipiell zu unterscheiden zwischen einem primären (idiopathischen) Glaukom, bei dem keine Ursache für den zumeist plötzlichen Anstieg des Intraokulardrucks auszumachen ist.

Dagegen kommt ein sekundäres Glaukom durch Veränderungen innerhalb des Auges zustande, die zu einer Verlegung des Kammer- und Filtrationswinkels des Auges führen und somit die Drainage des im Bereich des Ziliarkörpers gebildeten Kammerwassers verhindern. Als wichtigste Ursachen eines sekundäres Glaukoms sind zum einen die Verlagerung der Linse in die vordere Augenkammer (Luxatio lentis anterior, Abb.51) sowie die Verstopfung des Filtrationswinkels durch Entzündungsprodukte infolge einer Entzündung von Iris und Ziliarkörper (Iridocyclitis, Abb.52) zu nennen.

Bewirkt die konservative Therapie mit Hilfe von lokal zu applizierenden Augentropfen sowie die zusätzlich systemisch zu verabreichenden Tabletten keine adäquate und dauerhafte Senkung des Augeninnendrucks in physiologische Druckbereiche, ist ein operatives Eingreifen indiziert. So wird durch Vereisung (Kryochirurgie) mittels einer Kältesonde der Ziliarköper anteilig zerstört und so die Kammerwasserproduktion herabgesetzt.